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Mit bildgebenden Verfahren können Forscher Auswirkungen einer Psychotherapie bei psychisch Kranken sichtbar machen. So steigt nach einer Psychotherapie bei Depressiven die Konzentration von Phosphatidyl-Cholin in bestimmten Hirnregionen.
Psychische Krankheiten sind oft mit charakteristischen Veränderungen neuronaler Aktivität im Gehirn assoziiert. Bei Menschen mit Depressionen zum Beispiel haben Forscher mit der Magnetresonanzspektroskopie (MR-SPEKT) eine verringerte Stoffwechselaktivität im Hippocampus gefunden, und bei Patienten mit Schizophrenie eine Verminderung im Frontallappen. Pharmakologische Behandlungen machen solche Veränderungen teilweise wieder rückgängig. Aber auch eine erfolgreiche Psychotherapie normalisiert den Stoffwechsel von seelisch Kranken, haben Untersuchungen des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim ergeben.
Daten dazu hat Professor Fritz Henn, Direktor des Instituts, bei der Psychiatrie-Tagung in Berlin vorgestellt. So lassen sich mit MR-SPEKT biochemische Prozesse im Gewebe darstellen, zum Beispiel die Konzentration von Molekülen, die für den Aufbau von Membranen und damit auch von neuen Neuronen und Synapsen wichtig sind. Zu diesen Molekülen gehört das Phosphatidyl-Cholin, welches sich mit MR-SPEKT lokal nachweisen läßt.
"Wurden Patienten mit Depressionen psychotherapeutisch behandelt und fühlten sie sich besser, stiegen die Cholinwerte wieder an", sagte Henn. Der Nachweis, daß die therapeutische Intervention Einfluß auf biochemische Prozesse im Gehirn habe und zu strukturellen Veränderungen führe, sei bislang nur bei medikamentösen Therapien gelungen.
Quelle: Pessmitteilung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim vom 25.11.2003
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